Das Rentenniveau ist gesetzlich gedeckelt und sinkt langfristig. Wer gut verdient und gewohnt ist, gut zu leben, merkt das im Alter: Die Rentenzahlung reicht für den gewohnten Lebensstandard schlicht nicht mehr aus.
Die gesetzliche Rente wird für die meisten Menschen im Ruhestand nicht reichen. Wer heute nichts tut, hat morgen weniger Optionen. Ich erkläre dir, wie das Drei-Schichten-Modell funktioniert, wo der Zinseszins zu deinem Verbündeten wird und was wirklich zu deiner Situation passt.
Das Rentenniveau ist gesetzlich gedeckelt und sinkt langfristig. Wer gut verdient und gewohnt ist, gut zu leben, merkt das im Alter: Die Rentenzahlung reicht für den gewohnten Lebensstandard schlicht nicht mehr aus.
Wer heute 3.000 Euro netto verdient und 80 Prozent davon im Alter halten will, braucht 2.400 Euro monatlich netto. Die gesetzliche Rente schafft das selten alleine. Die Lücke ist für jeden anders. Aber sie ist real. Ich berechne sie gerne konkret für dich.
Wer mit 25 Jahren beginnt zu sparen, hat beim gleichen monatlichen Betrag nach 40 Jahren deutlich mehr als jemand, der mit 35 anfängt und 30 Jahre spart – obwohl die absolute Einzahlsumme ähnlich ist. Zeit ist bei der Altersvorsorge wichtiger als der Betrag. Heute anfangen schlägt morgen mehr einzahlen.
Das deutsche Altersvorsorgesystem ist in drei Schichten aufgeteilt – mit unterschiedlicher Förderung, Steuerbehandlung und Flexibilität. Wer die Schichten kennt, kann smarter planen.
| Schicht | Produkte | Steuerliche Behandlung | Flexibilität |
|---|---|---|---|
| 1. Basisversorgung | Gesetzliche Rente, Beamtenversorgung, Basisrente (Rürup) | Beiträge steuerlich absetzbar; Rente wird nachgelagert besteuert | Gering – keine Kapitalauszahlung möglich |
| 2. Zusatzversorgung | bAV (Betriebsrente), Riester-Rente | Riester: gefördert mit Zulagen + Steuerbonus; bAV: Entgeltumwandlung steuerfrei | Mittel – oft an Arbeitgeber oder Rentenphase gebunden |
| 3. Private Vorsorge | ETF-Rentenversicherung, klassische Rentenversicherung, Altersvorsorgedepot (ab 2027) | Keine Steuerförderung für Beiträge; dafür flexible Auszahlung und Steuervorteile in der Rentenphase | Hoch – Kapitalwahlrecht, flexibel |
Die steuerliche Behandlung der einzelnen Produkte hängt von deiner persönlichen Situation ab. Für verbindliche Auskünfte empfehle ich den Steuerberater. Ich gebe dir das Grundverständnis des Systems und sage dir, welche Schicht für dich Sinn macht.
Die Basisrente – oft als Rürup-Rente bezeichnet – ist die einzige staatlich geförderte Altersvorsorge für Selbstständige ohne Pflichtmitgliedschaft in der gesetzlichen Rentenversicherung. Für Angestellte mit hohem Einkommen kann sie ebenfalls attraktiv sein.
Die bAV ist Schicht 2 des deutschen Vorsorgesystems. Als Arbeitnehmer kannst du einen Teil deines Bruttogehalts direkt in deine Altersvorsorge umwandeln. Der Vorteil: Du zahlst weniger Steuern und Sozialabgaben auf den umgewandelten Betrag. Dein Arbeitgeber muss seit 2019 mindestens 15 Prozent dazu beisteuern.
Als Arbeitgeber ist die bAV ein echtes Werkzeug für Mitarbeiterbindung. Gut aufgestellt, kostet sie dich weniger als eine Gehaltserhöhung und wirkt trotzdem stärker. Details zur bAV für Betriebe findest du auf meiner Seite für betriebliche Versorgungen.
Die ETF-Rentenversicherung kombiniert Aktienrendite mit Steuervorteilen. Für viele ist sie heute die bessere Wahl als die klassische Lebensversicherung, weil du flexibel bleibst und trotzdem vom Kapitalmarkt profitierst.
Ein ETF-Depot ist flexibel, sichert aber kein langes Leben ab. Wenn das Geld mit 85 aufgebraucht ist, gibt es nichts mehr. Die Rentenversicherung zahlt lebenslang. Beide können sinnvoll sein, je nach Situation.
Mit dem geplanten Jahressteuergesetz 2025 / AV-Förderungsgesetz soll ab 2027 ein neues gefördertes Altersvorsorgeprodukt kommen: das Altersvorsorgedepot. Damit sollen Beiträge direkt in ETFs investiert werden können – mit staatlicher Förderung.
Die genaue gesetzliche Ausgestaltung ist noch nicht final beschlossen. Ich halte dich auf dem Laufenden.
Riester wird durch das Altersvorsorgedepot (geplant ab 2027) schrittweise abgelöst. Für Neuabschlüsse empfehle ich meistens andere Lösungen. Wer einen bestehenden Riester-Vertrag hat, sollte ihn prüfen lassen: Manchmal lohnt das Weiterführen, manchmal nicht.
Für Familien mit Kindern war Riester oft attraktiv wegen der Kinderzulagen (bis zu 300 Euro pro Kind und Jahr). Für Selbstständige war es von Anfang an meist die falsche Wahl. Wenn du nicht sicher bist, was mit deinem Vertrag passieren soll: Wir schauen uns das gemeinsam an.
Ich bin kein Verkäufer, der dir das nächste Produkt andrehen will. Ich schaue, was du bereits hast (gesetzliche Rente, bAV, eigene Ersparnisse), rechne die Lücke aus und zeige dir, welche Schicht du sinnvoll ergänzen kannst. Ohne Jargon. Ohne unnötige Komplexität.
Das hängt von Alter, Einkommen, bestehenden Ansprüchen und Rentenzielen ab. Eine grobe Faustregel: 10–15 % des Nettoeinkommens für private Altersvorsorge. Wichtiger als der Prozentsatz ist aber, überhaupt anzufangen – auch 50 Euro im Monat machen über Jahrzehnte einen erheblichen Unterschied.
Das sind keine Gegensätze – sie können nebeneinander stehen. Ein ETF-Depot ist flexibel und renditestark, sichert aber kein Langlebigkeitsrisiko ab. Eine ETF-Rentenversicherung verbindet beides. Für viele Menschen ist eine Kombination sinnvoll. Ich zeige dir, was in deiner Situation passt.
Für Familien mit Kindern – ja. Für kinderlose Gutverdiener – eher nicht. Für Selbstständige – nein. Das hängt sehr von der Ausgangssituation ab. Die Grundzulage von 175 Euro im Jahr ist für sich allein wenig; die Kinderzulagen können es deutlich attraktiver machen.
Das ist produktabhängig. Gesetzliche Rente: Hinterbliebenenrente für Partner und Kinder unter Bedingungen. Private Rentenversicherung: oft Rentengarantiezeit oder Beitragsrückgewähr im Todesfall. ETF-Depot: geht ins Erbe. Ich erkläre dir die genaue Regelung deines jeweiligen Produkts.
Nein. Mit 40 hast du in der Regel noch 25 Jahre bis zur Rente. Das ist genug Zeit, um mit diszipliniertem Sparen und dem Zinseszinseffekt eine signifikante Summe aufzubauen. Früher wäre besser gewesen – aber heute ist besser als morgen.
Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir uns an, was du bereits hast, rechnen die Lücke aus und sprechen über Optionen. Kein Druck, kein Verkaufsgespräch.
Ich melde mich innerhalb von 24 Stunden – meistens schneller. · Partner von SIGNAL IDUNA · Generalagentur Toni Becker